ANNO 1124 · HINGEREM GSCHTABI · BÄRNER OBERLAND · «mir si scho lenger da als der Bär»
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es uraltes Gschlächt

D'Ätätschli

vo Hingerem Gschtabi, am Schattsiitewääg, dert wo der Chrummbach is Gufermoos abetröpfelet.

seit 900 Jahr gäbig 17 Wiler, 0 Verchehrskreisel Wahlspruch: «äuä nid»
🐐 🧀 🐐 🪕 ÄTÄTSCHLI

«In Grüen es Gältschli (Geiss) zwüsche zwöi Laibe Bärgchäs, darunder e Halszither» – blasoniert vom Härold z Underläger, anno 1318.

Wo's härchunnt

d'Ursprüng im Gufermoos

D'Ätätschli si scho da gsi, won es no kei Strooss übere Hingerbärgli-Pass hed gä. Die Eltischte verzelle, der Urahn Bänz dr Verschlofni heig ds Tal entdeckt, wil er bim Heuet iigschloofe und mit em ganze Heuwage abe is Gufermoos grollet seig. Won er ufgwachet isch, het er gseit: «Äuä blibe mir grad da» – und sider blibe si.

Der Name «Ätätschli» chunnt – seit die ei Schuel – vom alte Wort ätätsche, wo me macht, wenn me ds Veh über ds Bütschelegg häre lockt. Die ander Schuel seit, es heig eifach niemmer rächt gwüsst, wie men ihre seit, und drum heig me «ätätä, die wider» gseit, bis es bblibe isch. Mir lö das offe.

Ds Gschlächterbuech

e Uswahl vo de gattige Vorfahre

  1. 12

    Bänz dr Verschlofni ~1124

    Stammvater. Het ds Tal verschlofe und drbi grad bsetzt. Erfinder vom Nüümlischlof nach em Zmittag.

  2. 14

    Vrene d'Lutti ~1357

    Het über ds Tschuggli-Joch en Chäs gschmuggelt, wo so gschmöckig gsi isch, dass d'Habsburger umkehrt si. Erschti Chäs-Diplomatin vom Oberland.

  3. 17

    Ueli dr Gschpässig ~1688

    Dorf-Tschumpel und Halszither-Virtuos. Het ds Hingerem-Gschtabi-Juiz komponiert, wo bis hütt niemmer rächt cha singe, äuä.

  4. 19

    Anneli Ätätschli-Gufer ~1901

    Het d'erschti Drötseilbahn vo Underläger uf ds Brännissegg boue – für ei Geiss und e Milchchanne. Lauft hütt no, wenn me huere dräit.

  5. 21

    D'Ätätschli vo hütt

    Immer no am Schattsiitewääg. Mache abverheiterete Chäs, reklamiere über ds Wätter und säge zu allem zerscht emal «äuä nid».

Üseri Wiler

17 Hüüser, 4 Brünne, 1 Beiz (zue am Mäntig)

Hingerem Gschtabi

Ds Mutterdorf. Drei Hüüser, alli mit em gliiche Familienäme am Briefchaschte.

Gufermoos

Dert wo der Bänz glandet isch. Moorig, mügglig, aber mit Uussicht.

Underläger

Hed ds Härolds-Archiv und der einzig Chäschäller wo nid leck isch.

Brännissegg

Obe am Grat. Bi schönem Wätter gseht me bis is nächste Missverständnis.

Tschuggli

Schmugglerpfad-Aafang. Hütt nume no Gemse und e verloreni Wanderchart.

Chnübelmatt

Flachscht Stell wiit und breit – drum spilt me dert ds jährlich Hornusse.

Ätätschli-Wörterbüechli

für d'Zuegezogene

äuä
villicht / chuum / sicher nid – je nach Toonfall. Universalwort.
gäbig
praktisch, handlich, agnähm. Höchschts Lob bi de Ätätschli.
abverheit
usserordentlich, hammermässig guet. (z.B. en abverheitete Chäs)
Tschumpel
liebevolle Trottel. Jedi Familie het eine, mir hei drei.
Nüümlischlof
ds chliine Schläfli nach em Zmittag. Erbrächt vom Bänz.
gschmöckig
streng im Gschmack. Bim Chäs es Kompliment, bim Sänne nid.
Chrüsimüsi
es heilloses Durenand. Üse Stammbaum, zum Bischpil.

Tipp: fahr mit der Muus über die unterstrichene Wörter im Tekscht.

«Mir hei's nid pressant.
Mir si scho da.»

— Familiemotto vo de Ätätschli, in Stei ghoue z Brännissegg